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Personzentrierte und experienzielle Psychotherapie (PCA) - Gesprächspsychotherapie
Die Personzentrierte Psychotherapie (im deutschsprachigen Raum auch "Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers" genannt) eignet sich für die Behandlung von einem sehr breiten Spektrum von Problemen und Störungen. Sie ist auch für verschiedene Settings geeignet: Einzeltherapie, Paartherapie, Gruppentherapie, Familientherapie. Sie stellt die therapeutische Beziehung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten ins Zentrum und bezieht erlebensfokussierte Methoden mit ein.
Die Personzentrierte therapeutische Beziehung
Die Beziehung ist von drei Grundhaltungen geprägt, welche eine grosse Vielfalt von therapeutischen Interaktionen hervorbringen können:
● Bedingungslose Wertschätzung: Der Klient wird so angenommen, wie er sich dem Therapeuten zu erkennen geben möchte.
● Personzentrierte Empathie: Die Welt der Klientin wird mit ihren Augen
gesehen. Dieses Nachvollziehen wird durch den
Therapeuten auf hilfreiche Weise kommuniziert. Dadurch entsteht das
therapeutische Begleiten, welches das Gewahrwerden von
verzerrt oder gar
nicht wahrgenommenen Erlebnisinhalten erleichtert oder erst ermöglicht.
● Echtheit des Therapeuten bedeutet die Möglichkeit von konstruktiven
Auseinandersetzungen.
Als Fachperson wie auch als Mensch ist die kommunizierte Echtheit, die sich in den Dienst
des Rat-
und Hilfesuchenden stellt, ein Mittel zum therapeutischen Fortschritt.
Experienzielle und emotionsfokussierte Methoden (L. Greenberg - G. Gendlin) >> siehe ausführlicher Artikel
Emotionsfokussierte Methoden können psychisches Problemerleben durch spezifische Bearbeitungsangebote besser wahrnehmbar und dadurch veränderbar machen (Wahrnehmen und Ausdrücken von Kernemotionen). Körperlich-somatische Empfindungen zum Problemerleben werden ebenso personzentriert fokussiert. Die Methoden erleichtern das Gewahrwerden von psychisch bedeutsamen Funktions- und Daseinsweisen. Sie können so beispielsweise ermöglichen, Konflikte, innere Anspannungen, intensiv-überwältigende oder umgekehrt stark kontrollierte Emotionen zu verstehen und zu verändern. Diese emotionalen Veränderungen erleichtern den konstruktiveren Umgang mit sich selbst. Es wird so versucht, zu vertieftem und aktualisiertem Selbstverständnis sowie zu neuen Handlungstendenzen zu verhelfen.